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Schlüsselloch-Chirurgie:
Durch kleinste Hautschnitte lassen sich mit Hilfe von bildübertragenden Mikrochips bereits eine Vielzahl von Operationen durchführen. Geringere Schmerzen nach der Operation, ein kürzerer Krankenhausaufenthalt, eine raschere Rehabilitation und ein deutlich besseres kosmetisches Ergebnis sind die Vorteile dieser Methode.
Die so durchgeführte Operation der Gallenblase gilt seit langem als "goldener Standard". Bei Leistenbrüchen ist die Laparoskopie besonders bei Vorliegen eines beidseitigen Bruches oder bei einem Rezidiv (Wiederauftreten nach konventioneller Operation) indiziert.
In den letzten Jahren hat sich das Verfahren auch bei den operativen Maßnahmen zur Behandlung von Zwerchfellbrüchen hervorragend bewährt.
Zunehmend werden auch akute Erkrankungen im Bauchraum laparoskopisch operiert (z.B. Durchbruch eines Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüres). In letzter Zeit können durch Einführung neuer Instrumente (ultraschallinduzierte Scheren) selbst Operationen am Dickdarm, an der Bauchspeicheldrüse und an der Milz durchgeführt werden.
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Krebs:
Tumore des Magen-Darmtraktes stehen im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Unterstützt wird dies durch die eindeutige Zielrichtung in der endoskopische Diagnostik und durch entsprechende Vorsorgeuntersuchungen. Durch die Zusammenarbeit mit Spezialisten aus vielen Zentren kann heute ein breites Spektrum moderner Behandlungsmethoden angeboten werden.
So bringt die Strahlentherapie bei Tumoren des Mastdarmes sensationelle Erfolge. In Kombination mit einer Chemotherapie werden die meisten Veränderungen deutlich kleiner, einige verschwinden sogar ganz! Doch nach wie vor ist die chirurgische Entfernung des "Krebses" das Mittel der Wahl. Derzeit ist dafür noch ein Bauchschnitt notwendig. In Zukunft wird dies wahrscheinlich minimal invasiv (d.h. mit winzigen Schnitten) durchgeführt werden können. Polypen werden zumeist coloskopisch entfernt, bei kleineren Tumoren des Mastdarmes ist eine lokale Resektion möglich.
Auch die Entwicklung auf dem medizinischen Gerätesektor schreitet schnell voran. Durch intensive Forschung stehen uns heute fortschrittliche Instrumente zur Verfügung, deren geübte Handhabung einen sensationellen Benefit für den Patienten mit sich bringt. Das Ultraschallmesser ermöglicht eine Operation ohne wesentlichen Blutverlust, sodass die früher übliche Gabe von Blutkonserven mit all ihren Risiken heute kaum mehr notwendig ist. Auch der Argonplasmakoagulator und Wasserstrahlskalpelle sind Entwicklungen, die bereits breite Anwendung finden.
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Proktologie - Erkrankungen des Analbereiches:
Bei den Erkrankungen des Analbereiches steht zunächst eine exakte Diagnostik im Vordergrund. Eine Rektoskopie (Spiegelung des Mastdarmes) ist eine einfache und schmerzlose Untersuchung, die problemlos ambulant durchgeführt werden kann. Beschwerden durch vergrößerte Haemorrhoidalknoten müssen von Fisteln, Abszessen und Schleimhauteinrissen im Schließmuskelbereich unterschieden werden, da die klinische Symptomatik oft ähnlich ist.
Kleinere Hämorrhoiden werden durch Veröden und Gummibandligaturen ambulant behandelt. Zur Vorbereitung sind zwei kleine Einläufe, ein und zwei Stunden vor dem Eingriff ausreichend. Der Eingriff selbst dauert einige Minuten, ist ein wenig unangenehm aber kaum schmerzhaft. Die Zukunft liegt wahrscheinlich in einer frühzeitigen, ultraschallgesteuerten Unterbindung der zuführenden Arterien. Operationen werden stationär durchgeführt. Dabei konkurrieren heute bewährte Operationstechniken (Operation nach Milligan Morgan) mit modernen, alternativen Methoden (OP nach Longo).
Fisteln, die vom Enddarm zur Haut reichen erfordern ein differenziertes und oft mehrzeitiges Vorgehen. Wichtig ist die Fistelöffnung im Darmbereich eindeutig zu identifizieren. Zumeist wird zunächst nur eine Drainage gelegt, in weiteren Schritten kann dann die gesäuberte Fistel entfernt und der Schleimhautdefekt im Darm plastisch verschlossen werden.
Fissuren, das sind oberflächliche Schleimhauteinrisse werden heute zumeist konservativ behandelt. Nitrosalben führen zu einer derartigen Entspannung des Schließmuskels, dass eine Heilung zumeist in wenigen Wochen möglich wird. Bei einem Versagen dieser Therapie muss eine Excision der Wunde angestrebt werden.
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Gefäßchirurgie:
Wieder steht die Diagnostik an erster Stelle. Bei der Dopplersonographie wird mit Ultraschall der Blutstrom in Arterien und Venen untersucht. So können Stenosen (Engstellen) oder Verschlüsse in den Arterien der Beine leicht nachgewiesen werden. Diese Untersuchung ist notwendig zur Indikationsstellung für Bypassoperationen und für die postoperativen Kontrollen.
Auch bei Krampfadern ist eine exakte präoperative Diagnostik der insuffizienten Venenklappen erforderlich. Varizen werden stadiengerecht therapiert um ein funktionell und kosmetisch optimales Ergebnis zu erreichen.
Seitenastvaricose: Bei intakten Venenklappen können die einzelnen Seitenäste unter lokaler Betäubung schmerzfrei operiert werden. Dabei werden über kleinste Hautschnitte die gestauten Venen sorgfältig entfernt (Methode nach Varaday). Bestehen Verbindungen zum tiefen Beinvenensystem müssen diese unterbunden werden.
Bei der Stammvaricose ist die Ursache des Refluxes in der Leiste zu suchen. Hier mündet die oberflächliche Vene des Beines in das tiefergelegene Hauptstammgefäß. Eine insuffiziente (funktionsunfähige) Klappe führt zum Rückstrom von Blut in das Bein. In diesem Fall werden alle zur Leiste ziehenden Venen unterbunden und die gesamte oberflächliche Stammvene bis zur letzten insuffizienten Klappe über eine dünne Sonde entfernt. Dieser Eingriff wird in der Regel im Krankenhaus in Vollnarkose oder mit einer Rückenmarksanästhesie durchgeführt.
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Brust - Erkrankungen der weiblichen Brust:
Einer unserer Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Erkrankungen der weiblichen Brust. Viele Probleme kommen dabei auf die einzelne Patientin zu. Schönheit, Weiblichkeit, Mutterinstinkt und schließlich das Leben selbst liegt in diesem Organ und die emotionelle Beziehung zu der Brust ist so groß, wie zu kaum einem anderen Körperteil. Dazu kommt eine Scheu mit anderen oder selbst mit seinem Lebenspartner darüber zu reden, sodass sich die Patientinnen zumeist in einer psychischen Extremsituation befinden.
Wir wollen die Patientinnen aufklären und ihnen die Angst nehmen. Denn es gibt heute schon vielfältige, schonende diagnostische Möglichkeiten (Mammotom, ABBI System), die auch ohne großartigen chirurgischen Aufwand eine genaue Zuordnung der Veränderung ermöglichen. Und selbst bei bösartigen Erkrankungen ist in den meisten Fällen durch moderne chirurgische Verfahren nicht nur eine Heilung möglich, sondern auch ein brusterhaltendes Verfahren. Die Zusammenarbeit mit plastischen Chirurgen gibt in den anderen Fällen die Möglichkeit zu einem kosmetischen Wiederaufbau.
Bei kaum einer anderen Erkrankung ist die Zusammenarbeit mit anderen Ärzten derart wichtig. Es bedarf der präoperativen Koordination mit einem Onkologen und einem Psychotherapeuten. In der postoperativen Phase benötigen wir eventuell die Unterstützung eines Strahlentherapeuten, des plastischen Chirurgen und unserer Physiktherapeutin. Für die Langzeitbetreuung ist der Kontakt mit dem praktischen Arzt und dem betreuenden Gynäkologen erforderlich.
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